Weilheim,

Innenminister Dobrindt besucht THW Weilheim – Persönlicher Austausch und Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt war am 20. September 2025 zu Gast beim THW-Ortsverband Weilheim. Eingeladen hatte ihn Alexander Kunz, der 1. Vorsitzende des Fördervereins THW Weilheim e.V. Begleitet von Vertretern aus Politik, Verwaltung, Förderverein und THW nutzte Dobrindt den Termin für einen intensiven Austausch und persönliche Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte. Dabei stand nicht nur das Gespräch im Mittelpunkt – Dobrindt suchte gezielt den Kontakt zu den Helferinnen, Helfern und der Jugendgruppe, informierte sich über die Fachgruppen und probierte sogar selbst Teile der Ausrüstung aus.

Die Helferinnen und Helfer, sowie die Jugend standen am Samstag auf dem Hof in einer Reihe und warteten gespannt auf das Eintreffen des Innenministers. Gegen 14 Uhr war es so weit: Zwei schwarze Limousinen fuhren auf den Hof des Ortsverbandes vor. Die Personenschützer stiegen als erstes aus, gefolgt vom Minister des Inneren Alexander Dobrindt. Nach der Begrüßung durch seinen Büroleiter Johann Bertl ging er nicht sofort zum offiziellen Termin in den Schulungsraum, sondern nahm sich Zeit, den angetretenen Helferinnen, Helfern und Jugendlichen persönlich mit Handschlag zu begrüßen. 

Erst danach begann im Schulungsraum das geplante Gespräch. Teilgenommen haben neben dem Innenminister Vertreter des THW-Ortsverbandes, des Fördervereins, der Regionalstelle Bad Tölz, des THW-Landesverbandes Bayern sowie Vertreter der BImA, der Landesbaudirektion und der Politik. Nach der Begrüßung gab es eine kleine Führung durch die Unterkunft. Dabei wurden die beengten Räumlichkeiten und auch das leere Dachgeschoss, wo sich früher der Jugendraum befand, gezeigt. Anschließend ging es zurück in den Schulungsraum zum internen Austausch. 

Währenddessen warteten die Helferinnen und Helfer gespannt auf dem Hof. Auch Weilheims erster Bürgermeister Markus Loth, die zweite Bürgermeisterin Angelika Flock sowie erste Pressevertreter trafen dort ein. Als die Gesprächsrunde beendet war, kamen die Teilnehmer gut gelaunt nach draußen. Zunächst wurde ein gemeinsames Gruppenfoto aufgenommen, bevor es weiter zum GKW (Gerätekraftwagen) der Bergungsgruppe ging.

Dort nahm sich Dobrindt erneut Zeit für die Jugend. Er suchte das Gespräch mit den jüngsten Helfern, gab ein High-Five und stellte Fragen und sorgte für heitere Momente – etwa, als er nachfragte, ob er die THW-Kleidung auch mit nach Hause nehmen dürfte. Die Antwort „Ja, zum Waschen“ brachte alle zum Lachen.

Im Anschluss stellte die Bergungsgruppe ihr Abstützsystem Holz (ASH) vor. Nach einer kurzen fachlichen Erklärung durch den Landesbeauftragten, Dr. Fritz Helge Voß, sowie Zugführer Andreas Hellebrandt und dem Gruppenführer der Bergungsgruppe Tobias Illich durfte der Innenminister selbst Hand anlegen und mit einem großen Hammer seine Kraft am Keil des Systems erproben. 

Die Führung ging weiter zur Fachgruppe N, die ihre Ausstattung für Strom- und Lichtversorgung präsentierte, und zum Zugtrupp, wo eine kleine Einsatzlage mit Karte nachgestellt war. Dort erklärte Helferin Amelie Schilling anschaulich die Aufgaben des Zugtrupps im Einsatzfall.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der Fachgruppe Räumen. Wie schon bei seinem Besuch 2010 stieg Dobrindt auf den Bagger – diesmal gemeinsam mit Gruppenführer Nicolas Schneider. Anschließend gab es direkt neben dem Bagger eine kleine Fragerunde mit der Presse.

Dabei betonten Dobrindt und Dr. Fritz Helge Voß die besondere Rolle der Fördervereine im THW. „Sonderwünsche“ (hier positiv gemeint), so Dobrindt, seien nur schwer als große Behörde zu erfüllen. Fördervereine würden deshalb wichtige Unterstützung leisten, da jeder Ortsverband eigene spezielle Bedürfnisse und örtliche Gegebenheiten habe. Gleichzeitig kündigte er an, dass für das THW im kommenden Haushalt mehr Mittel vorgesehen seien und insgesamt stärker in den Zivilschutz investiert werde.

Auf die Frage, ob auch für den Ortsverband Weilheim ein Umbau geplant sei, erklärte Dobrindt:

„Das war heute eine sehr produktive Besprechung, wirklich extrem gut, weil wir die verschiedenen Akteure an einen Tisch gebracht haben.“

Man habe es geschafft, BImA, Bauamt, THW und Politik zusammenzubringen und damit entscheidende Hürden zu überwinden:

„Ich glaube, wir haben es heute geschafft, eine Hürde, die einfach im Weg stand, zu überspringen.“

Die Kosten für die notwendigen Bauarbeiten werden derzeit auf rund 2 bis 2,5 Millionen Euro geschätzt. Ein genauer Zeitplan steht allerdings noch nicht fest.  
 
Zum Ende des Besuchs wurde noch ein großes Gruppenfoto mit allen Helferinnen und Helfern aufgenommen. Dobrindt verabschiedete sich persönlich und bedankte sich für das Engagement des Ortsverbandes. 

Anwesend waren unter anderem:

  • Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister)
  • Harald Kühn (MdL)
  • Johann Bertl (Büroleiter Dobrindt)
  • Dr. Fritz Helge Voß (Landesbeauftragter THW Bayern)
  • Dr. Veronica Vidal (SB Liegenschaften THW Landesverband Bayern)
  • Katja Rüdiger (Hauptstellenleiterin BIMA)
  • Johannes Nolte (Präsident Landesbaudirektion)
  • Harald Feckl (Regionalstellenleiter Bad Tölz)
  • Magnus Neumann (Ortsbeauftragter THW OV Weilheim)
  • Andreas Hellebrandt (Zugführer THW OV Weilheim)
  • Alexander Kunz (1. Vorstand Förderverein THW Weilheim e.V.)

     


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