Polling, 10.06.2016, von Tobias Rieder

Erneute Unwetter erschüttern den Landkreis Weilheim Schongau

Am Sonntag den 05.06.2016 ereignete sich ein schweres Unwetter im Weilheimer Gebiet welches Gebietsweise massive Überschwemmungen anrichtete. Insgesamt waren 1.000 Hilfskräfte im Einsatz. Hiervon waren 160 Kräfte des THW im Einsatz.

Pumparbeiten nahe dem Tiefenbach

Das THW Weilheim wurde gegen 07:30 Uhr in die Ortschaft Polling alarmiert um gegen die dortigen Überschwemmungen anzukämpfen.

Das THW Weilheim wurde mit allen Kräften zum alten Feuerwehrhaus gerufen, da der dortige Tiefenbach bereits über die Ufer ging. Das THW Weilheim unterstütze ebenfalls das THW Schongau bei dem Aufbau der Hochleistungspumpen. Der Radlader des OV Weilheim war ebenfalls ganztägig für den Transport von Sandsäcken im Ortsgebiet abgestellt. Im Laufe des Einsatzes wurde zahlreiche Kräfte der Feuerwehr als auch des Technischen Hilfswerks hinzugezogen, sowie der Katastrophenalarm für den Bereich Polling ausgerufen.

Folgende Ortsverbände befanden sich in Polling im Einsatz:
- Weilheim
- Schongau
- Landsberg
- Garmisch-Partenkirchen
- Geretsried
- Miesbach
- München-West
- Dachau
- Pfaffenhofen
- Sonthofen

Im Laufe des Einsatzes errichtete der Zugtrupp des THW Weilheim eine Führungsstelle um alle Ortsverbände sowie deren 160 Helfer zu koordinieren. Gegen Abend konnte ein Teil der Ortsverbände abrücken. Die OV´s mit Hochleistungspumpen wurden durch die Nachtschicht abgelöst. Die THW-Führungsstelle wurde an die FK des OV Geretsried abgegeben.
Im Laufe der Nacht beruhigte sich die Lage und die Pegel gingen langsam zurück.

Am nächsten Tag konnte mit dem Rückbau aller Pumpen begonnen werden, so dass nach und nach alle Ortsverbände wieder abrücken konnten. Um 16:00 Uhr konnten sich alle Kräfte des OV Weilheim wieder einsatzbereit am Standort melden.

 

Zwei Tage später am Mittwoch, den 08.06.2016, wurde das THW Weilheim gegen 21:35 Uhr erneut nach Polling gerufen, da es wieder zu Überschwemmungen im Ort kam. Der Einsatzschwerpunkt bezog sich diesmal auf das Ausleuchten der Einsatzstellen. Um 07:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

 

Bereits wenige Stunden später kam es zu einem neuen Unwetter mit Starkregen. Auch dieses ging nicht Spurlos am Landkreis Weilheim-Schongau vorbei. Es kam zu Überschwemmungen in mehreren Ortsteilen, sowie zahlreicher Straßen. Daher wurde nach Artikel 15 (BayKSG) wieder ein ÖEL für die betroffenen Gebiete eingesetzt.
Besonders schwer hat es dieses mal die Ortschaften Peißenberg, Polling und Huglfing getroffen.

Die Alarmierung erfolgte am Donnerstag gegen 12:20 Uhr. Der OV Weilheim unterstützte die verschieden Kräfte vor Ort beim Aufbau von Pumpen, sowie mit dem Transport von Sandsäcken oder Betriebsstoofen. Im Laufe des Tages wurde in der Unterkunft ein Bereitstellungsraum für nachrückende Kräfte des THW eingerichtet. Dort befanden sich Dachau und München West.
Für die Bewohner der Ortschaft Huglfing kam es besonders schlimm. Aufgrund von Verunreinigungen im Trinkwasser wurde die Bevölkerung aufgefordert, kein Leitungswasser zu trinken ohne dieses vorher abzukochen.
Um 22:00 Uhr konnte auch dieser Unwettereinsatz beendet werden.

 

In den Hochwassereinsätzen der letzten 14 Tage waren insgesamt 38 Helfer vom THW Weilheim eingesetzt, die über 1200 Einsatzstunden abgeleistet haben! Dazu kommen noch die unzähligen Stunden zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Wir möchten uns hiermit bei unseren Helfern für die unermüdliche Arbeit über die Tage hinweg danken. Unser Dank gilt auch den Arbeitgebern, die unsere Helfer mehrfach von der Arbeit freigestellt haben um ein Helfen in diesem Ausmaß zu ermöglichen.

Wir bedanken uns zudem bei allen Einsatzkräften der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, sowie THW Geschäftsstelle Bad Tölz und Landesverband Bayern für die hervorragende Zusammenarbeit.


  • Pumparbeiten nahe dem Tiefenbach

  • Weite Teile waren überflutet

  • (c) Emanuel Gronau

  • Die Kräfte wurden beim Eintreffen sofort eingewiesen (Foto: Emanuel Gronau)

  • Vom THW kamen mehrere Großpumpen zum Einsatz

  • Das THW arbeitete Hand in Hand mit der Feuerwehr zusammen

  • Mit dem Radlader konnten Sand und Säcke direkt an die Einsatzstelle gefahren werden

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