Murnau, 17.04.2020, von Sarah Albrecht

Dachstuhlbrand in Murnau: THW stützt Gebäude ab

Am Donnerstag (16.04.2020) geriet ein Einfamilienhaus in der Murnauer Innenstadt in Brand. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren vor Ort im Einsatz. Die THW Ortsverbände Garmisch-Partenkirchen und Weilheim waren vor Ort und stützten das Gebäude mit dem Abstützsystem Holz ab. Der Einsatz ging bis in die frühen Morgenstunden.

Feuerwehr und THW begutachten gemeinsam das Schadensausmaß. Hinweis: Alle befinden sich hinter der Rauchgrenze und der Atemschutz ist noch nicht angeschlossen.

Donnerstagnachmittag geriet in der Murnauer Innenstadt ein Einfamilienhaus in Brand. Das Feuer brach im Dachgeschoss aus und breitete sich auf den kompletten Dachstuhl und später auf zwei benachbarte Häuser aus.  Die Einsatzstelle war nicht einfach: Durch die engen Gassen der Innenstadt waren die Löscharbeiten erschwert. Mit mehreren Drehleitern und einem Kranwagen bekämpften die Feuerwehren aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und teilweise aus Weilheim-Schongau das Feuer.

Durch den Brand und das Löschwasser war die Statik des Hauses nicht mehr gewährleistet. Deshalb rief das THW Garmisch-Partenkirchen, das schon vor Ort war, den Baufachberater des Technischen Hilfswerks aus Weilheim. Dieser überprüfte vor Ort das Gebäude auf Beschädigungen und untersuchte die Statik. Auf Empfehlung des Baufachberaters wurden dann die Bergungsgruppen der THW Ortsverbände Garmisch-Partenkirchen und Weilheim nachalarmiert. Zusätzlich kam die Weilheimer Bergungsgruppe mit dem Abstützsystem Holz (ASH), um das Gebäude fachgerecht abzustützen.

Als das THW mit allen Einsatzkräften und Fahrzeugen vor Ort waren, dauerten die Löscharbeiten noch weiterhin an. Währenddessen luden die Helfer/innen das ASH vom Anhänger ab. Hierbei war der Radlader des THW Weilheim eine große Hilfe. Da sich die Einsatzstelle zwischen zwei Häusern befand, musste das ASH auf die Gegebenheiten angepasst werden. In der Fußgängerzone der Murnauer Innenstadt legten sie die benötigten Teile aus und bauten dann die Stützstreben passend zusammen. Da sich die Arbeiten bis spät in die Nacht ziehen sollten, kam die Fachgruppe Notversorgung mit dem Lichtmast zur Einsatzstelle. Zwischendurch kam es immer wieder zu kleinen Wartezeiten, da das Feuer wieder neu aufloderte und dieses neu bekämpft werden musste.

Aufbau des Abstützsystems dauerte bis in die frühen Morgenstunden

Vor dem Aufbau des ASH musste noch die Einsatzstelle vorbereitet werden. Damit das Widerlager des Abstützsystems stabil steht, musste ein kleiner Graben freigelegt werden. Gleichzeitig musste kontrolliert werden, ob sich an dieser Stelle Gasleitungen befinden und ob diese gegebenenfalls freigelegt werden mussten. Gegen Mitternacht konnte dann mit dem Aufbau des ASH angefangen werden. Die THW-Helfer trugen zunächst die einzelnen Stützstreben durch eine enge Gasse in Richtung Einsatzstelle. Dort konnten dann die Streben mithilfe des Krans an die korrekte Stelle transportiert werden. THW-Einsatzkräfte befestigte das Gerüst am Gebäude und schraubten dann die oberen einzelnen ASH-Komponenten von der Drehleiter aus zusammen. Gleichzeitig befestigte ein weiterer Trupp die Stützen unten am Widerlager.

Nachdem das ASH erfolgreich und sicher aufgebaut wurde, räumten die THW-Helfer Geräte, Werkzeuge und Materialien und räumten diese wieder auf die Einsatzfahrzeuge. Bis 5 Uhr morgens waren die Einsatzkräfte wieder im Ortsverband und hatten die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Wir bedanken uns recht herzlich für die bereitgestellte Versorgung. Auch ein Dankeschön an die Pizzeria „da noi“, die unseren Einsatzkräften zwischendurch Pizzen spendierte.

Ein großes Dankeschön auch an alle beteiligten Organisationen für eine gute Zusammenarbeit.

Insgesamt waren circa 200 Einsatzkräfte vor Ort - davon über circa 50 THW-Helfer/innen. Im Einsatz waren aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Feuerwehren Murnau, Weindorf, Hechendorf, Seehausen, Ohlstadt, Eschenlohe, Garmisch und Uffing, aus dem Landkreis Weilheim-Schongau die Feuerwehren Penzberg, Peißenberg, Iffeldorf, Eglfing und Obersöchering. Des Weiteren die Kreisbrandinspektion Garmisch-Partenkirchen, das Technische Hilfswerk Garmisch-Partenkirchen und Weilheim, der Rettungsdienst, die BRK Bereitschaft Ortsgruppe Murnau, das Kriseninterventionsteam, die Polizei Murnau sowie die Bereitschaftspolizei.


  • Feuerwehr und THW begutachten gemeinsam das Schadensausmaß. Hinweis: Alle befinden sich hinter der Rauchgrenze und der Atemschutz ist noch nicht angeschlossen.

  • Einsatzvorbereitung in der Murnauer Fußgängerzone.

  • Materialvorbereitung für den Einsatz mit dem Abstützsystem Holz.

  • Die Balken für das ASH werden sortiert und für den Einsatz vorbereitet.

  • Abladen der einzelnen Komponenten des ASH.

  • Die THW Helfer machen sich bereit, um unter Atemschutz direkt an der Einsatzstelle tätig zu werden.

  • Die die einzelnen Komponenten des ASH müssen abseits der Einsatzstelle zusammengebaut werden.

  • Bevor es zum Zusammenbau des ASH kommt, besprechen die Einsatzkräfte das sichere Vorgehen an der Einsatzstelle.

  • THW-Einsatzkräfte tragen die Stützstreben durch eine Gasse von der Fußgängerzone zur Einsatzstelle.

  • Mithilfe des Ladekrans der Feuerwehr konnten die großen Stützstreben an die Einsatzstelle transportiert und in Stellung gebracht werden.

  • Das Widerlager des ASH.

  • Das fertig aufgebaute ASH an dem beschädigten Gebäude.

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