Starnberg, 10.03.2018, von Sarah Albrecht

Baufachberatereinsatz nach Kohlenmonoxid-Austritt in einem Wohnhaus

Der Baufachberater des THW-Ortsverbandes Weilheim wurde am 10.03.2018 um 9.30 Uhr zu einem Einsatz nach Starnberg gerufen. Im Keller eines Mehrfamilienhauses im Norden Starnbergs kam es am Freitag zu einem Kohlenmonoxid-Austritt in einem Pelletbunker. Das Technische Hilfswerk übernahm am Samstag die Einsatzstelle und begann mit Abstütz- und Räumarbeiten.

Die CO-Werte im Bunker wurden stetig kontrolliert.

Freitagnachmittag mussten rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Starnberg zu einem komplizierten Einsatz ausrücken. In der Gustav-Meyrink-Straße in Starnberg kam es in einem Mehrfamilienhaus zum Austritt von Kohlenmonoxid (CO). Da das geschmacks- und geruchlose Gas lebensgefährlich ist, suchte die Feuerwehr sofort nach Bewohnern und evakuierte diese. Es gab bei dem Einsatz keine Verletzten. Die Ursache des Gasaustrittes ist derzeit noch unklar.

Die Löscharbeiten im beengten Lagerraum der Pellets gestalteten sich als schwierig. Durch die hohe Kohlenmonoxid-Belastung mussten Atemschutzträger der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis anrücken. Da die CO-Werte sich nicht besserten und eine weitere Gasbildung vermieden werden sollte, beschloss die Feuerwehr Starnberg, den Pelletbunker zu fluten.

Durch die Löscharbeiten quellten die Pellets über Nacht im Bunker auf und drückten eine Wand ein. Die Feuerwehr alarmierte deswegen am Samstagmorgen den THW-Ortsverband Starnberg. Um die Statik zu überprüfen, wurde der Baufachberater des THW Weilheims hinzugezogen. Nach genauer Begutachtung übernahm der Ortsverband Starnberg die Abstützarbeiten im Kellerraum. Mit Kanalreinigungswagen fingen die Einsatzkräfte an, die aufgequollenen Pellets abzusaugen. Da die Räumarbeiten noch andauern sollten, alarmierten die THW-Fachberater den Technischen Zug aus Weilheim nach. Gemeinsam konnten die Einsatzkräfte des THWs und der Feuerwehren den Pelletlbunker größten Teils mithilfe der Kanalreinigungswagen leeren. Die Helfer legten die beschädigte Wand des Bunkers frei, damit sie einen Durchbruch der Mauer durchführen konnten. Somit war es den Einsatzkräften möglich, die letzten Reste der Pellets mit Schubkarren aus dem Keller zu transportieren und auf den THW-Kippern zu verladen. Insgesamt mussten ca. 14 Tonnen Holzpellets aus dem Bunker geräumt werden. Das THW war mit 16 Helfern im Einsatz. Dieser endete gegen 22 Uhr.

Wir bedanken uns recht herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und dem Ortsverband Starnberg.


  • Die CO-Werte im Bunker wurden stetig kontrolliert.

  • Abstützarbeiten vor dem Pelletbunker.

  • Ausleuchten der Einsatzstelle.

  • Absaugen der Pellets.

  • Durchbruch in der Wand des Pelletbunkers.

  • Transport der restlichen aufgeweichten Pellets.

  • Verladen der Pelletreste auf die THW-Kipper.

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